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 „Die Schreckensklasse kam zurück“. (Abitur 1959)

So lautete die Überschrift einer Dokumentation im Schwäbischen Tagblatt am 6. März 2009 über die Klasse 9b, die am 5. März 1959  das Abitur ablegte.  Damals begann die Schulzeit im Gymnasium mit der 1. Klasse und endete mit  dem Abitur in der 9. Klasse.  Genau 50 Jahre später versammelte sich die Klasse in ihrem „alten Kepi“ zu einer durch die Schulleitung und Vertreter der Klasse organisierten Feier bei Musik (Galsunow und Elgar), Reden, Rundgang durch das veränderte Schulgebäude und einem Fototermin. Ehrengast war der einstige Musiklehrer Helmut Calgéer.

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Dabei wurde naturgemäß viel über die alte Schulzeit der Klasse gesprochen und auch berichtet, warum die Klasse zeitweise der Schrecken der Schule war: Umtriebig, laut, lebendig und ideenreich, Schwammschlachten, aber sie zeigte sich auch gemeinschaftsdienlich. Kurz, es gab positive und negative Verhaltensseiten, wie sie es eben unterschiedlich in jeder Klasse gibt.

Zu einem letztlich guten Ende der Schulzeit führte die Idee des Schulleiters Wilhelm Schweizer und des langjährigen Klassenlehrers Kurt Arzt, die Klasse in Eigenregie ein großes Relief von Tübingen und Umgebung bauen zu lassen. Nach Fertigstellung machte damit der Tübinger Verkehrsverein Werbung in der Unterführung beim Bahnhof. Dort holten sich Reisende über 40 Jahre lang Informationen, bis das Werk unansehnlich wurde und entfernt werden musste.

Die einstigen Schüler wurden Arzt, Physiker, Journalist, Ingenieur, Lehrer, Apotheker, Dolmetscher, Flugkapitän, Schriftsteller o.ä. und meinten nach ihrem langen Wiedersehen, eigentlich waren wir tolle Kerle. So wurden z.B. Felix Huby (alias Eberhard Hungerbühler) als freier Schriftsteller und Volker Arzt u.a. durch ZDF und GEO als Wissenschaftsjournalist unsere bekanntesten Schüler.

Und ein Fazit nach fast 60 Jahren: Schule ist nicht alles aber sie ist wichtig. Sie ist unerlässlich und gibt die Voraussetzung für das spätere Leben und den Beruf und eine wunderbare Gemeinschaft, so wie sie bei uns nach 50 Jahren wieder aufgelebt ist.

Am Rande sei erwähnt: Als Dank spendeten wir dem Förderverein des Kepis 1350 € (27 x 50 €, denn unsere Abschlussklasse hatte 27 Schüler, genauer: 25 Schüler & 2 Schülerinnen, denn wir waren auch Lateinklasse).

Dietrich Birkenhofer